IM GESRPÄCH MIT JENS SPAHN –
DER MENSCH HINTER DEM MINISTER

Der Mensch hinter dem Minister

Vor kurzem habe ich auf Einladung der Johannesbad Gruppe an den Bad Füssinger Gesprächen teilgenommen. Während der Veranstaltung, konnte ich unseren Gesundheitsminister Jens Spahn persönlich kennenlernen. Ich habe ihn als Redner erlebt, als Teilnehmer einer Podiumsdiskussion und vor allem als Mensch. Alle drei Varianten waren für mich sehr aufschlussreich und ich habe wieder einmal am eigenen Leib erlebt, wie unterschiedlich man einen Menschen wahrnimmt, wenn man eine Rede oder ein Statement kurz im Fernsehen als Ausschnitt vorgesetzt bekommt oder, wie in meinem Fall, über längere Zeit den gesamten Ausführungen lauschen kann.
Für mich als Seniorin ist der Gesundheitsminister eine wichtige Person, gehöre ich doch zu der Bevölkerungsgruppe, die unser Gesundheitssystem am meisten in Anspruch nimmt. Vor allem in Sachen Pflege gibt es einiges zu tun, da war es schon sehr sinnvoll, direkt aus erster Hand zu erfahren, wie ernst der Gesundheitsminister die Senioren nimmt und wie er vor allem angesichts meines Expertenthemas, der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf agiert.

Ich beginne mit meinem Eindruck von Jens Spahn als Redner

Der Gesundheitsminister hat sich mit seiner Vita vorgestellt. Er sei Politologe und lege Wert auf eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Diese Aussage kann ich gut unterstützen und sie ist meines Erachtens sehr wichtig. Wer weitgehende Entscheidungen vorbereiten und treffen muss, braucht die Fähigkeit des ganzheitlichen Denkens. In den Ausführungen seiner Rede hat er diese Fähigkeit zweifelsfrei unter Beweis gestellt. Mein Eindruck ist, dass Jens Spahn durch sein Studium der Politologie sehr auf das ganzheitliche Erfassen von großen Zusammenhängen geprägt wurde. Das ist eine große Gabe. Mich beruhigt es, diese Tatsache zu erkennen.
Sehr ausführlich hat er in seiner Rede erklärt, wie schwer es ihm persönlich falle, mit den ständigen Falschzitaten umzugehen, die er von sich tagtäglich in der Presse liest und hört. Er hätte selten die Gelegenheit seine Gedanken im vollen Umfang an die Menschen im Lande zu kommunizieren. Das sei sehr schade, um nicht zu sagen gefährlich, weil durch die Verkürzung schlicht und ergreifend falsche Aussagen kommuniziert würden.

Der Gesundheitsminister als Diskussionsteilnehmer

Im Anschluss an die Keynote von Jens Spahn hatte Gastgeber Dr. Zwick eingeladen zu einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Bert Rürup, der als Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Wirtschaftsweiser in Deutschland durch seine Rentenreform bekannt wurde. Führungskräfte aus Krankenkassen und einschlägigen Verbänden teilten mit Jens Spahn das Podium.
In dieser Rolle habe ich Jens Spahn als sehr souverän erlebt, obwohl er häufig sehr unsachlich angeschossen wurde, vor allem von Bert Rürup. Seine Ausführungen blieben trotzdem sachlich, kurz und knackig in Ton und Inhalt.
Auch in dieser Rolle hat Jens Spahn mich überzeugt. Da ich selbst viele Keynotes halte und oft als Keynotespeaker gebucht bin, kann ich für mich sagen, dass ich durchaus an ihm Maß genommen habe.

Der Mensch Jens Spahn

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung hatte ich die Möglichkeit mit dem Minister persönlich zu sprechen und mich auszutauschen. Dabei durfte ich erfahren, dass für Jens Spahn seine Oma der wichtigste Mensch in seinem Leben ist. Sie habe ihn sehr geprägt, lauteten seine lobenden Worte über seine Großmutter.
Von ihr habe er sehr viel gelernt – Bescheidenheit, Tatkraft und die Lebensfreude. Diese Worte haben mich sehr berührt und mich überzeugt, dass Jens Spahn ein integrer Mensch ist, der seine Sache ernst nimmt und ein Herz für die Senioren hat.