SPEAKERIN? ODER DOCH BESSER REDNERIN…

Ja, die Auswahl ist groß, wenn es um die Begrifflichkeit einer weiblichen Vortragenden geht. Ich gehöre zu dieser Spezies, die manche auch als seltene Spezies bezeichnen. Das ist wohl wahr, wenn ich die Podien und Bühnen der Rednerwelt betrachte. Meist sind sie von Männern besetzt. Ich bin oft auf den Brettern, die die Rednerwelt bedeuten, worüber ich mich sehr freue. Jedes Jahr bin ich als Rednerin auf der Leipziger Buchmesse vertreten, wie dieses Bild zeigt.

Oder soll ich mich doch anpassen an die denglisch- Bezeichnung „Speakerin“. NEIN, das mache ich nicht. Wie wir alle wissen, gibt es im Englischen keine weibliche Form für Speaker. Warum sollte es diese Form dann in der deutschen Version geben? Vollkommener Schwachsinn!

Also ziehe ich weiterhin als Rednerin oder Speaker durch die Lande und  rocke die Welt. Die Speakerin überlasse ich getrost den Damen, die es nicht so genau nehmen mit der Sprache. Was ich allerdings für eine Rednerin sehr bedenklich finde…

In den nächsten Monaten zwischen September 2018 und März 2019 warten wichtige Bühnen in München, Gmund, Darmstadt, Weimar, Baden-Baden, Fulda, Köln, Moskau und Leipzig auf mich. Wobei ich mich besonders auf meinen Auftritt in Weimar freue. Ich werde im Deutschen Nationaltheater zum Thema 100 Jahre Demokratie und 100 Jahre Frauenwahlrecht sprechen. Das empfinde ich als große Auszeichnung für mich. Mein Vortrag wird auf denselben Brettern stattfinden, auf denen die Protagonisten der Weimarer Republik vor 100 Jahren die Demokratie ins Leben gerufen haben.

Wow. Gänsehautfeeling!