Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Anfänger

Täusche ich mich? Schreiben wir das 21. Jahrhundert oder befinde ich mich auf einer Zeitreise zurück in das 20. Jahrhundert? Woher stammen meine Zweifel?

Ich habe gerade in der aktuellen Zeitung gelesen, dass bei einer Umfrage 76% der befragten berufstätigen Mütter unzufrieden waren mit dem Beitrag ihrer Partner zu Aufgaben im Haushalt und bei der Kindererziehung. Wenn ich es profan ausdrücken darf: da falle ich vom Stuhl.

Ja, ist es denn die Möglichkeit, dass wir immer noch darüber reden müssen, wer den Mülleimer ausleert, die Wäsche bügelt, einkaufen geht, die Kinder von der Kita abholt, usw…..?

Ja, anscheinend ist es tatsächlich wahr.

UND, ich habe sogar eine glaubhafte Überlegung, woran das liegen könnte. Allerdings werde ich nun nicht auf die Männer schimpfen, die sich vermeintlich wieder einmal vor der Hausarbeit drücken, sondern ich wende mich an die Frauen, denen es die Herren der Schöpfung nicht recht machen können und deshalb den Staubsauger weit weg stellen, damit sie sich nicht noch öfter zum Affen machen.

Nun fragen Sie sich sicherlich, wie ich auf diese ungeheuerliche Behauptung komme?

Aus der Erfahrung!

Dazu müssen Sie wissen, dass ich des Öfteren Familien, Frauen und Männer in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf in einem Coaching begleite. Dabei erfahre ich genau diese Verhaltensweisen. Die berufstätigen Mütter fordern zwar eine Beteiligung der Partner an Kinderziehung und Haushalt, aber nur die Damen wissen vermeintlich wie das geht, was richtig und falsch ist.

Das ist sehr schade und einer der wesentlichsten Gründe, warum es mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf selten klappt.

Deshalb appelliere ich an Sie, meine Damen:

Lassen Sie die Fünfe gerade sein und mäkeln Sie nicht herum, wenn Ihr Partner den Staubwedel schwingt oder mit den Kindern auf den Spielplatz geht. Er weiß, was er tut und wie er es tut!

Im Übrigen gibt es keinen Standard wie man Staub wischt, Wäsche wascht, bügelt oder Kinder beschäftigt. Das ist eine sehr individuelle Angelegenheit und so sollten Sie es betrachten.

Dann wird Ihr Partner wieder die Lust entdecken am gemeinsamen Haushalt und Sie haben ein paar Stunden frei!

 

Wie schön.